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Geteilte deutsche Wirklichkeit

Demokratie und soziale Gerechtigkeit

"Wann immer Neuliberale den Sozialstaat attackieren, operieren sie mit dem Begriff der ‘Wirklichkeit’. Der Sozialstaat ist der Traum, mehr noch: die pure Illusion bequemer, verwöhnter, risikoängstlicher Menschen. Die Realität dagegen ist die eisige Konkurrenz des Wettbewerbs, die erbarmungslose Herausforderung des globalen Arbeitsmarktes, der rüde Ansturm vorwärts drängender Nationen. Nur wenn die Deutschen sich der Realität stellen, also länger arbeiten, weniger verdienen, für Medikamente und Rentenversicherung selbst aufkommen, wenn sie ihre Ansprüche gegenüber dem Staat aufgeben, sich von überlieferten Besitzständen lösen, dann – und allein dann – hat das Land noch eine Chance, in der harten Wirklichkeit der hochmobilen Wissensgesellschaften zu überleben. So lautet das Mantra unserer Reformkardinäle. Und daher klagen sie seit dem Wahlsonntag larmoyant darüber, dass die törichten Deutschen wieder nicht in der ‘Wirklichkeit’ angekommen seien."

von Franz Walter
aus der TAZ vom 27.09.05

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Durch festgelegte, auf ein Turbostudium angelegte, Regelstudienzeit haben Studierende weniger Zeit sich neben dem Studieren auf gesellschaftlich wichtige Themenfelder zu konzentrieren. Wie sollen Menschen selbstständige, kritische und hinterfragende Menschen bleiben, wenn die Bildung sie nur zu eine Funktion ausbildet: Humankapital, das auswendig lernen kann.
(AStA TU und FU Berlin)



Ein Grauen für alle, die ins Netz schreiben


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