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Skandinavien: Man kommt auch ohne Gebühren aus

Studiengebühren

Gebührenfreier Norden

In der Studiengebührendebatte wird häufig darauf verwiesen, dass es überall Studiengebühren gäbe und dies somit international üblich sei. Dies geht sogar soweit, dass die (teilweise) Studiengebührenfreiheit in Deutschland als Standortnachteil bezeichnet wird. Konsequent übersehen wird dabei, dass es durchaus auch gute Beispiele von Ländern ohne Studiengebühren gibt. Ein Blick in die nordischen Ländern lohnt sich, sind hier doch eine gute Studienfinanzierung und die Gebührenfreiheit miteinander verbunden. In Finnland beispielsweise erhalten Studierende elternunabhängig 260 Euro monatlich als Förderung. Sowohl in Finnland als auch in Schweden und Norwegen erhalten Studierende zudem Mietkostenzuschüsse und staatliche Garantien für Darlehen.

Keine Studiengebühren

Seit den frühen 70ern gibt es keinerlei Studiengebühren in Finnland. Diese wurden seinerzeit auf Beschluss des zuständigen Ministeriums abgeschafft, um allen jungen Menschen gleiche Bildungschancen anzubieten, unabhängig von der individuellen finanziellen oder sozialen Situation. Eine Anfang der 90er angestoßende Debatte über Strafgebühren für Langzeitstudierende konnte durch einen aktiven Protest der Studierenden erfolgreich beendet werden. Schließlich gelang es 1997 sogar, die Gebührenfreiheit des Studiums gesetzlich zu verankern und somit stärker abzusichern. Finnische Universitäten finanzieren sich zu rund 65 Prozent aus staatlichen Mitteln, wobei die Verteilung über ein System von Zielvereinbarungen erfolgt. Auch in Schweden ist das Studium grundsätzlich gebührenfrei. Der Mittelverteilung liegt ein komplexes System zugrunde, welches unter anderem die eingeschriebenen Studierenden sowie die Quote der Studierenden, die innerhalb des betreffenden Zeitraums eine bestimmte Zahl an Prüfungsleistungen erbringen, zugrunde legt. Zwischen dem Ministerium und den Hochschulen werden jeweils bestimmte Zielzahlen ausgehandelt.

In Norwegen ist das Studium an staatlichen Hochschulen gebührenfrei. Die Hochschulen werden zum überwiegenden Teil staatlich finanziert. Das traditionelle Verteilungssystem, welches hauptsächlich auf Planstudierendenzahlen basierte, wurde 2002/2003 von einem neuen Modell abgelöst. Dieses besteht aus einer Grundfinanzierung in Höhe von 60 Prozent der gesamten Finanzmittel. Der restliche Teil wird nach Leistungskriterien wie Drittmittelvolumen oder Anzahl der absolvierten Kurse/Module verteilt.

Elterunabhängige Studienfinanzierung



Ein Grauen für alle, die ins Netz schreiben


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