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News / 12. November 2009

Freie und demokratische Bildung für Alle!

Bildungsstreik 2009

Nach zahlreichen Besetzungen Österreichischer Hochschulen breitet sich
der Protest auch bei uns aus. Teils gehen die Hochschulleitungen
konstruktiven Gesprächen mit ihren Studierenden aus dem Weg und rufen
die Polizei.

Seit inzwischen mehr als zwei Wochen besetzen in Österreich zahlreiche
Studierende ihre Hochschulen, um gegen die zunehmende Ökonomisierung
aller Bildungseinrichtungen zu protestieren und für die Freiheit der
Bildung einzutreten. Sie zeigen damit deutlich, dass ihnen ihr Studium
bzw. ihre Bildung im Allgemeinen nicht egal sind. Ihr kompromissloses
Eintreten für demokratische Bildung bekommt seit einer Woche
Verstärkung von Bildungsaktivist_innen aus ganz Europa, die aus
Solidarität mit den Besetzungen in Österreich ihrerseits Hörsäle
besetzten. Sie demonstrieren damit, dass die Probleme im Bildungswesen
keine Grenzen kennen. Der heiße Herbst hat begonnen!.

Das bpm erklärt sich mit allen Besetzer_innen solidarisch und
unterstützt sie in ihren Forderungen nach Freiräumen und
selbstbestimmtem Studium.

Nach ersten Besetzung hierzulande ist es zu Polizeieinsätzen gegen die
Studierenden in Münster und Marburg gekommen. Das Bündnis verurteilt
das Vorgehen der Hochschulleitungen und fordert, sämtliche Anzeigen in
diesem Zusammenhang fallen zu lassen! ?Diesen erneuten, legitimen
Protesten mit Repressionsandrohungen und Polizeiaufgebot zu begegnen
zeigt deutlich, wie nötig die Besetzungen und Aktionen weiterhin sind?
erklärt Johanna Völker, Geschäftsführerin des bpm.

Auch für die für die kommenden Wochen angekündigten Proteste im Rahmen
der Global Week of Action unter dem Motto ?Education is not for $A£?!?
und des Bildungsstreiks fordert das bpm von Seiten staatlicher Organe
und der Leitungen von Bildungseinrichtungen in konstruktive
Diskussionen mit den Besetzer_innen zu treten und sie nicht zu
kriminalisieren.

?Die Berechtigten Forderungen der Protestierenden müssen endlich
erfüllt werden. Solange keine grundlegenden Änderungen in der
Bildungspolitik erfolgen, werden die Proteste nicht enden.? betont
Johanna Völker abschließend.

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Schlimmer als die, die die Fehlentscheidungen abnicken, sind die, die die abnicken, die die Fehlentscheidungen abnicken.
(Pater Rolf Hermann Lingen, römisch - katholischer Priester)