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News / 16. June 2009

Heidelberger Rektor löst Senat auf

Bildungsstreik 2009

Etwa 200 Mitglieder der Universität Heidelberg haben am 16. Juni 2009 die Sitzung des Senats gesprengt. Die durch den bundesweiten Bildungsstreik 2009 motivierten Studierenden und Promovierenden konfrontierten den Senat mit einem Entwurf einer Grundordnung einer „Freien Universität Heidelberg“.

Während des öffentlichen Tagesordnungspunktes zur Änderung der Grundordnung wurde unter Anwesenheit der Medien ein entsprechender Änderungsantrag von Seiten eines Senators vorgelegt.

Während das Interesse der Medien groß war, zeigte sich Rektor Eitel weniger interessiert und entschloss sich, den Antrag nicht zu behandeln. Stattdessen versuchte er – ungeachtet zahlreicher Wortmeldungen – zum Tagesgeschäft zurückkehren und sich nicht auf eine gemeinsame Diskussion einzulassen.

Unter Protest der Anwesenden, die die drängenden Probleme der Universität zur Sprache zu bringen versuchten, löste der Rektor die Senatssitzung vorzeitig auf und verschob sie auf unbekannte Zeit. Dies hinderte Eitel nicht, im Anschluss hinter verschlossenen Türen sämtliche Entscheidungen in aller Ruhe per Eilentscheid zu treffen.

In der darauf folgenden Diskussion über die vorgelegte neue Grundordnung wurde das Projekt der „Freien Universität Heidelberg“ begründet. Die derzeitige Diskussionsgrundlage sieht eine Demokratisierung der Universität vor, das heißt: Erstens Beteiligung aller Mitglieder der Universität in gleichberechtigter Art und Weise auf allen Entscheidungsebenen; zweitens die Wiedereinführung des Senats als höchstes beschlussfassendes Gremium sowie der Verfassten StudentInnenschaft in Form eines Studierendenrates.

Die Proklamation einer neuen Grundordnung der Freien Universität Heidelberg zielt nicht zuletzt auf eine Änderung des Landeshochschulgesetzes und zeigt realistische Alternativen zum derzeitigen Bildungsmodell.

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Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute! Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden vom Fernsehen aufgezogen, in dem Glauben, das wir alle irgendwann einmal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. ...Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar. Und wir sind kurz, ganz kurz vor'm Ausrasten.
(Aus: Fightclub)